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Die "Blaue Stunde"

Die "Blaue Stunde" ist eine der reizvollsten fotografischen Situationen überhaupt. Aber auch technisch sehr anspruchsvoll. Es handelt sich um den Moment des ersten oder aber des letzten Lichtes am Tag.
Es gibt im Internet sogar einen link, an dem man sich, zeitlich und der entsprechenden geografischen Breite (Entfernung vom Pol oder Äquator), orientieren kann.

Grundsätzlich gilt, daß der Anteil des blauen Lichtes in dieser Zeit deutlich höher liegt, als der Anteil des restlichen Lichtes (z.B. Rot, Orange, etc.), was mit der Farbtemperatur in Kelvin zusammenhängt. Angehende Physikprofessoren lesen in diesem Zusammenhang weiter bei wikipedia.

Der Reiz dieser Technik, die manchmal auch als "available light" bezeichnet wird, liegt meines Erachtens in der Kombination von "Komplementärfarben", daß heißt von Farben, die im natürlichen Spektrum "gegenüber" liegen und so eine besondere Wirkung entfalten:

Gelb steht Blau ebenso gegenüber, wie Rot zum Beispiel Grün, daher die hypnotische Wirkung, Einzelheiten findet der interessierte Künstler wie immer bei wikipedia.

Wer die Theorie bis hier durchgehalten hat, wird jetzt mit praktischen Tips belohnt:

Stimmungsvolle Bilder zu dieser Zeit macht man nicht mit dem Blitzlicht, es sei denn, das Hauptotiv bedarf der Aufhellung. Das kann bei Personen relativ wenig sein und sinkt mit der Entfernung und der Größe des Motives (logarithmisch).

Ein Stativ ist fast unabdingbar!
Da für diese Aufnahmen fast immer Langzeitbelichtungen notwendig sind, 
braucht man ein Stativ. Die meines Erachtens beste Lösung gibt es von manfrotto, kostet aber ein Vermögen. Eine einfache Kamera kann man auch anders ausrichten, was allerdings etwas komplizierter ist. Im Ideallfall stelle ich die Kamera auf ein Bierglas (voll, weil ja das Gewicht eine große Rolle spielt). Alternativ funktioniert natürlich auch eine Tasse Tee, oder eine Packung Persil, die man leicht und gefahrlos auf dem Dach eines Autos aufstellen kann.

Kunstlicht schafft tolle Kontraste, beleuchtete Fenster beispielsweise, aber auch bewegte und beleuchtete Elemente wirken sehr schön, Autos oder Wanderer mit Taschenlampen.

Wolken oder Nebel beeinträchtigen diese Stimmung nicht, führen aber zu anderen Resultaten, als ein wolkenloser Himmel. Wer die Gelegenheit hat, sollte die gewählte Location besser mehrmals besuchen. Auch bietet es sich an, den gesamten Zeitraum bis zur totalen Dunkelheit auszunutzen, um verschiedene Ausprägungen des "Blau" einzufangen.

Meine besten Ergebnisse habe ich mit dem Fuji Velvia erzielt, der zwar als schwieriger Diafilm gilt, jedoch die schönsten Farben wiedergibt.

Eigentlich ganz einfach, oder?